live um 10.05 Uhr in Bayern 1 und danach als Podcast
Hannah von Schroeders
Ein Baum wirft Schatten. An einen Baum kann man sich anlehnen, ihn umarmen. Auf einen Baum kann man auch klettern, um eine andere Perspektive zu finden. Das kann ein Leben total verändern, erzählt Hannah von Schroeders in der evangelischen Morgenfeier.
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Peter Aschoff
Hoffnung kann Flügel verleihen – Mut und ungeahnte Kräfte freisetzen. Wenn sie sich aber als Illusion entpuppt, stürzt sie Menschen im um so tiefere Verzweiflung. Nach einer radikal illusionslosen Hoffnung sucht Pfarrer Peter Aschoff in der Evangelischen Morgenfeier.
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Udo Hahn
Jeder Mensch ist eine Baustelle und alle miteinander bauen wir an unserem Leben und an unserer Gemeinschaft. Ein gutes Fundament ist wichtig, meint der Apostel Paulus. Reicht das? fragt Pfarrer Udo Hahn aus Tutzing in der heutigen Morgenfeier.
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Julia Rittner-Kopp (c) ELKB
Wenn etwas scheinbar eindeutig ist, lohnt es sich, noch mal genauer hinzuschauen und es zu hinterfragen. Julia Rittner-Kopp aus München tut das in der Evangelischen Morgenfeier mit einer Geschichte, die Jesus erzählt hat: Es geht um zwei sehr unterschiedliche Männer und um unterschiedliche Weisen zu beten.
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Alexander Brandl (c) J.Degenstein
Der Ort, wo ein Mensch zur Welt kommt, bestimmt oft, welche Religion er hat. Pfarrer Alexander Brandl vom Schwanberg fragt sich: Was wäre, wenn ich statt in Bayern im Norden Thailands geboren worden wäre? Ist Glaube nur eine Frage der Perspektive – oder gibt es die eine wahre Religion?
10.05 – 11.00 Uhr aus der Friedenskirche in Gräfelfing bei München, live übertragen im Deutschlandfunk
Friedenskirche Gräfelfing
Am Sonntag, dem 2. August 2026, von 10.05 bis 11.00 Uhr überträgt der Deutschlandfunk live einen evangelischen Gottesdienst aus der Friedenskirche in Gräfelfing bei München. Pfarrerin Julia Rittner-Kopp predigt, Pfarrer Bernd Reichert gestaltet die Liturgie. Die Lesung aus der Bibel übernimmt Regina zu Ortenburg. Gudrun Kröniger spielt Fagott, Michael Leyk das Piano, der auch die musikalische Leitung hat. Nicht untergehen! Das nimmt man sich oft vor im ganz normalen Chaos des Alltags. Im größeren Zusammenhang gilt es natürlich erst recht. Ein Paradebeispiel dafür ist in der Bibel die Geschichte von der Sintflut. Die Arche wird für Menschen und Tiere zu einem Schutzraum auf Zeit. In einer Krise braucht man eine Zuflucht, um stürmische Zeiten zu überstehen. Aber irgendwann muss man die Arche verlassen und neu aufbrechen. Dazu gehört Mut – vor allem, wenn noch kein Regenbogen in Sicht ist.
Mit diesem digitalen Liedblatt können Sie den Gottesdienst zu Hause mitfeiern. Laden Sie diese Seite am besten auf ein Tablet oder Handy und feiern und singen Sie mit.
Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Gottesdienst!
Einstieg
Marcello Sonate 1: Largo
Liturgische Begrüßung Im Namen Gottes – des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Gemeinde: Amen Der Herr sei mit euch. Gemeinde: Und mit deinem Geist.
Morgenlicht leuchtet EG 455 1. Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang. Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt. Dank für die Lieder, Dank für den Morgen, Dank für das Wort, dem beides entspringt.
2. Sanft fallen Tropfen, sonnendurchleuchtet. So lag auf erstem Gras erster Tau. Dank für die Spuren Gottes im Garten, grünende Frische, vollkommnes Blau.
3. Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen, Glanz, der zu mir aus Edena aufbricht! Dank überschwänglich, Dank Gott am Morgen! Wiedererschaffen grüßt uns sein Licht.
Mensch vor Gott
Psalm 13 mit gesungenem Kehrvers (2. Mose 15,1) Kehrvers: Dem Herrn will ich singen, denn er ist hoch erhaben
Herr, wie lange willst du mich so ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir? Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele / und mich ängsten in meinem Herzen täglich? Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben? Kehrvers: Dem Herrn will ich singen, denn er ist hoch erhaben
Schaue doch und erhöre mich, Herr, mein Gott! Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe, dass nicht mein Feind sich rühme, er sei meiner mächtig geworden, und meine Widersacher sich freuen, dass ich wanke. Kehrvers: Dem Herrn will ich singen, denn er ist hoch erhaben
Ich traue aber darauf, dass du so gnädig bist; /mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem Herrn singen, dass er so wohl an mir tut. Kehrvers: Dem Herrn will ich singen, denn er ist hoch erhaben
Kyrie 178.2 + Gloria V: Kyrie eleison. Gemeinde: Herr, erbarme dich. V: Christe eleison. Gemeinde: Christe, erbarme dich. V: Kyrie eleison. Gemeinde: Herr, erbarm dich über uns. V: Ehre sei Gott in der Höhe Gemeinde: und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen.
Großer Gott, wir loben dich EG 331,1-3 1. Großer Gott, wir loben dich, Herr, wir preisen deine Stärke. Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit.
2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, stimmen dir ein Loblied an, alle Engel, die dir dienen, rufen dir stets ohne Ruh »Heilig, heilig, heilig!« zu.
3. Heilig, Herr Gott Zebaoth! Heilig, Herr der Himmelsheere! Starker Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum.
Tagesgebet
Lesung I (1.Mose 6,13-22) Da sprach Gott zu Noah: (…) Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech innen und außen. Und mache ihn so: Dreihundert Ellen sei die Länge, fünfzig Ellen die Breite und dreißig Ellen die Höhe. Ein Fenster sollst du für den Kasten machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Stockwerke haben, eines unten, das zweite in der Mitte, das dritte oben. Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen. Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen mit deinen Söhnen, mit deiner Frau und mit den Frauen deiner Söhne. Und du sollst in die Arche bringen von allen Tieren, von allem Fleisch, je ein Paar, Männchen und Weibchen, dass sie leben bleiben mit dir. Von den Vögeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allem Gewürm auf Erden nach seiner Art: Von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, dass sie leben bleiben. Und du sollst dir von jeder Speise nehmen, die gegessen wird, und sollst sie bei dir sammeln, dass sie dir und ihnen zur Nahrung diene. Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.
Musik Martin Peter aus Knocking on Wood! 1. The nut Tree (gekürzt)
Besinnung I
Lesung II (1.Mose 7,11b-24 i.A.) Und dann brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf, und ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte. An ebendiesem Tage ging Noah in die Arche mit Sem, Ham und Jafet, seinen Söhnen, und mit seiner Frau und den drei Frauen seiner Söhne; dazu alles wilde Getier nach seiner Art, alles Vieh nach seiner Art, alles Gewürm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und alle Vögel nach ihrer Art, alles, was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte; das ging alles zu Noah in die Arche paarweise, von allem Fleisch, darin Odem des Lebens war. (…) Und der Herr schloss hinter ihm zu. Und die Sintflut war vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben die Arche auf (…) und die Arche fuhr auf den Wassern. Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden.
Musik Charles Köchlin: Trois Pieces Op. 34, 2. Andante moderato
Besinnung II
Lesung III (1.Mose 8, 4-5) Am siebzehnten Tag des siebenten Monats setzte die Arche auf dem Gebirge Ararat auf. Es nahmen aber die Wasser immer mehr ab bis auf den zehnten Monat. Am ersten Tage des zehnten Monats sahen die Spitzen der Berge hervor.
Glaubensbekenntnis Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.
Lied Befiehl du deine Wege EG 361,1.2.6 1. Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.
2. Dem Herren musst du trauen, wenn dir’s soll wohlergehn; auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.
6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud.
Predigt I
Lesung (1. Mose 8, 11b-19.22) …und siehe, sie hatte ein frisches Ölblatt in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, dass die Wasser sich verlaufen hatten auf Erden. Aber er harrte noch weitere sieben Tage und ließ die Taube ausfliegen; sie kam nicht wieder zu ihm. (…) Da tat Noah das Dach von der Arche und sah, dass der Erdboden trocken war. (…)Da redete Gott mit Noah und sprach: Geh aus der Arche, du und deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir. Alles Getier, das bei dir ist (…), dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden. So ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne, dazu alles wilde Getier, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen. Und Gott sprach: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Musik Allessandro Longo: Aus Suite für Fagott, 2. Romanza (Ausschnitt)
Predigt II
Musik Improvisation
Predigt III
Lied Die güldne Sonne EG 449,1.4.12 1. Die güldne Sonne voll Freud und Wonne bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen ein herzerquickendes, liebliches Licht. Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder; aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht.
4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so lässt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein.
12. Kreuz und Elende, das nimmt ein Ende; nach Meeresbrausen und Windessausen leuchtet der Sonnen gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille wird mich erwarten im himmlischen Garten; dahin sind meine Gedanken gericht’.
Fürbitten – mit gesprochenem Gebetsruf „Bleib mit deiner Gnade bei ihnen und uns allen!“
Vaterunser Vater unser im Himmel Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Lied Ach bleib mit deiner Gnade EG 347, 1.3.4 1. Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ, dass uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List.
3. Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht; dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht.
4. Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr; dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr.
Verabschiedung der Radiogemeinde und Sendungswort
Segen Gott segne dich und behüte dich; Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; Gott erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.
MusikAntonio Vivaldi Allegro aus Konzert B-Dur für Fagott und Orchester RV 502
Mitwirkende: Liturgie: Pfarrer Bernd Reichert Lektorin: Regina zu Ortenburg Predigt: Pfarrerin Julia Rittner-Kopp Orgel und musikalische Leitung: Michael Leyk Fagott: Gudrun Kröniger
Liturgische Beratung: Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen, Pfarrerin Julia Rittner-Kopp Redaktionelle Verantwortung: Pfarrer Martin Vorländer (DLF)
live um 10.05 Uhr in Bayern 1 und danach als Podcast
Sandra Zeidler (c) Pfarrei Nürnberg-Südstadt
Bäume sind beeindruckend: Aus winzigen Samenkörnern wachsen bis zu 30m hohe Eichen, Tannen und Buchen, die über hundert Jahre alt werden können. In ihrem Schatten lässt sich ein heißer Sommertag ertragen und im Wald finden Menschen Ruhe und Erholung. Zeit für ein Loblied auf den Baum findet Pfarrerin Sandra Zeidler aus Nürnberg.
live um 10.05 Uhr in Bayern 1 und danach als Podcast
Stefanie Schardien
Wie es wohl einmal sein wird, wenn diese vielen Krisen gemeistert sind? Oder darf man so naiv in düsteren Zeiten gar nicht denken? Die Evangelische Morgenfeier wagt es. Schließlich müssen wir irgendwo anfangen damit, „Licht für die Welt“ zu sein, findet Pfarrerin Stefanie Schardien aus Fürth.
Evangelischer Gottesdienst aus der Segenskirche Holzkirchen
Segenskirche Holzkirchen (c) C. Wenger
Wie kann ein wohlwollendes Miteinander gelingen, wenn Hass und Politisierung des Religiösen um sich greifen? Darum geht es in dem evangelischen Gottesdienst aus der Segenskirche in Holzkirchen. Im Mittelpunkt steht das Jesuswort „Segnet, die euch verfluchen!“ Vor dem Hintergrund der Religionen entfalten die evangelische Pfarrerin und landeskirchliche Beauftragte für den interreligiösen Dialog, Mirjam Elsel, die liberale Jüdin Gabriela Schneider und die muslimische Religionspädagogin, Nurten Öztürk, Perspektiven auf das Thema Segen. Das Gemeinsame: Segen ist ein Gottesgeschenk und zugleich eine Aufgabe an jede und jeden, für andere ein Segen zu sein. Am Gottesdienst sind Mitglieder des interreligiösen Friedensgebetkreises an der Segenskirche Holzkirchen beteiligt. Die Liturgie gestaltet Pfarrerin Melitta Müller-Hansen. Der Kirchenmusiker Michael Leyk setzt evangelisches Liedgut mit orientalischer Musik in Beziehung. Die aus dem Irak stammende Buschra Poles singt unter anderem Werke aus der westlichen und der christlich-aramäischen Tradition. Mehmet Yeşilçay spielt die Oud, ein Saiteninstrument aus dem arabischen Raum.
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Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Gottesdienst!
Begrüßung Wir beginnen Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
EG 449 „Die güldne Sonne voll Freud und Wonne“, 1.3.4
1. Die güldne Sonne voll Freud und Wonne bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen ein herzerquickendes, liebliches Licht. Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder; aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht.
3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; was wir nur haben, alles sei Gotte zum Opfer gesetzt! Die besten Güter sind unsre Gemüter; dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergötzt.
4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so lässt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein.
Vorstellung der Mitwirkenden
Lied Nohoroch (mit deinem licht sehen wir licht)
Gebet
Psalm 133 Wir beten mit Psalm 133, wie eine Frau aus Guatemala ihn übertragen hat Ein Tuch aus Zärtlichkeit Siehe, wie gut und schön ist es, wenn Frauen und Männer geschwisterlich miteinander umgehen. Wie gut und schön ist es, für Gleichheit zu kämpfen, das Leben miteinander zu teilen und an einem neuen Leben in Freiheit zu bauen. Das ist wie köstliches Parfümöl, das über unsere Köpfe ausgegossen wird, das uns umgibt und uns einhüllt wie ein Tuch aus Zärtlichkeit und Wohlgefühl. Das ist wie Tau, der sich Auf die trockene und leblose Erde legt Und sie benetzt mit Zärtlichkeit und Wohlgefühl. Das ist wie Tau, der sich Auf die trockene und leblose Erde legt Und sie benetzt mit Zärtlichkeit, Dank und Segen: Ewige Liebe unseres Vaters und unserer Mutter Für immer in unserem Leben gegenwärtig. Amen
EG 304, 1+2+5 Lobet den Herren, denn er ist sehr freundlich
1. Lobet den Herren, denn er ist sehr freundlich; es ist sehr köstlich, unsern Gott zu loben, sein Lob ist schön und lieblich anzuhören. Lobet den Herren!
2. Singt umeinander dem Herren mit Danken, lobt ihn mit Harfen, unsern Gott, mit Psalmen, denn er ist mächtig und von großen Kräften. Lobet den Herren!
5. Danket dem Herren, Schöpfer aller Dinge; der Brunn des Lebens tut aus ihm entspringen gar hoch vom Himmel her aus seinem Herzen. Lobet den Herren!
Einführung Segen in den 3 Religionen
Musikstück Oud
Lesung AT (Gen 12,1-3) Im ersten Buch der Bibel, im Buch Genesis, steht eine berühmte Segensgeschichte: Gott sprach zu Abram: »Verlass dein Land, deine Verwandtschaft und das Haus deines Vaters! Geh in das Land, das ich dir zeigen werde! Ich will dich zum Stammvater eines großen Volkes machen. Ich will dich segnen und deinen Namen groß machen, sodass du ein Segen sein wirst. Ich werde die segnen, die dich segnen. Wer dir aber Böses wünscht, den werde ich verfluchen. Alle Völker der Erde sollen durch dich gesegnet werden.«
Statements Segen in den 3 Religionen
EG 630 Wo ein Mensch Vertrauen gibt 1. Wo ein Mensch Vertrauen gibt, nicht nur an sich selber denkt, fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht.
2. Wo ein Mensch den andern sieht, nicht nur sich und seine Welt, fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht.
3. Wo ein Mensch sich selbst verschenkt und den alten Weg verlässt, fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht.
Lesung NT (Mt 5,44-48 inkl. Lk 6,28) Im Matthäusevangelium ist die Bergpredigt, im Lukasevangelium die Feldrede Jesu überliefert. Da sagt er: Begegnet denen, die euch Feindschaft entgegenbringen, mit Liebe. Betet für die, die euch verfolgen und segnet, die euch verfluchen. So werdet ihr Töchter und Söhne Gottes, eures Vaters und eurer Mutter im Himmel, die ihre Sonne über Böse und Gute aufgehen lässt und es über Gerechte und Ungerechte regnen lässt. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn wird Gott euch geben? Tun das nicht auch die Zolleinnehmer? Und wenn ihr nur eure Geschwister grüßt, was tut ihr Großartiges? Tun das nicht auch die Menschen aus den Völkern? Seid vollkommen, wie euer Gott im Himmel vollkommen ist.
Statements „Segen weitergeben“
Vorspiel zum Lied: „Lass leuchten dein Angesicht, du Gott der Liebe selbst“
1. Strophe arabisch
2. Dir gebe ich zum Lob die schönsten Melodien. Du bist die Herrlichkeit, des Guten klarer Quell. Die Hoffnung schenke mir, die Liebe, Glauben auch, dass ich sie weitergebe allezeit.
3. Die Treue halt ich Dir in Freude, Leid und Not. Verkünden will ich stets, daß Du den Frieden bringst. Dein Name sei gelobt vom Morgen bis zur Nacht. Die Liebe bleibt bestehen allezeit.
Selbstvorstellung Friedensgebet-Team
EG 651 Ubi caritas Ubi caritas et amor, Ubi caritas, Deus ibi est.
Fürbitten mit Liedruf Liedruf: EG 651 Ubi caritas et amor, Ubi caritas, Deus ibi est.
Vaterunser aramäisch gesungen
Vaterunser Vater unser im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Gemeindelied Segen (Komm, Herr, segne uns, EG 170) 1. Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen, sondern überall uns zu dir bekennen. Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen. Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.
2. Keiner kann allein Segen sich bewahren. Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen. Segen kann gedeihn, wo wir alles teilen, schlimmen Schaden heilen, lieben und verzeihn.
3. Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden, wie du ihn versprichst uns zum Wohl auf Erden. Hilf, dass wir ihn tun, wo wir ihn erspähen – die mit Tränen säen, werden in ihm ruhn.
4. Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen, sondern überall uns zu dir bekennen. Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen. Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.
Musik Oud
Abschluss-Statements
Segen Gott segne und behüte uns Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns Und sei uns gnädig Gotte erhebe sein Angesicht auf uns Und gebe uns Frieden. + Amen
Goudimell (1514-1572) Schlussmusik Psalm 5 aus dem Genfer Psalter
Mitwirkende: Pfarrerin Melitta Müller-Hansen, Pfarrerin Mirjam Elsel, Gabriela Schneider, Nurten Öztürk Lektorin: Johanna Heuten Musikalische Gesamtleitung und Orgel: Michael Leyk Buschra Poles, Gesang; Mehmet Yeşilçay, Oud
Team Friedensgebet: -Diakon Klaus Mrosczok (Kath. Pfarrverband Holzkirchen-Warngau) -Imam Arben Emini (Moschee Holzkirchen; Islamisches Kulturzentrum Holzkirchen e.V.) -Tanja Resse (Bahaji Gemeinde Holzkirchen) -Terry Swarzberg (Jews Engaged With Society) -Pfarrerin Ulrike Lorentz (Evang. Luth. Kirchengemeinde Holzkirchen) -Pfarrerin Madelaine Strassburg (Evang. Methodistische Gemeinde Otterfing)
live um 10.05 Uhr in Bayern 1 und danach als Podcast
Raphael Quandt (c) Bayerischer Rundfunk
Gastfreundschaft ist in allen Kulturen und Religionen ein hohes Gut. Wenn sie nicht nur Familie und Freunde einschließt, sondern auch Fremde, dann fordert Gastfreundschaft mehr als freundlich und nett sein, sagt Pfarrer Raphael Quandt aus München in der evangelischen Morgenfeier.