10.05 – 11.00 Uhr aus der Friedenskirche in Gräfelfing bei München, live übertragen im Deutschlandfunk

Am Sonntag, dem 2. August 2026, von 10.05 bis 11.00 Uhr überträgt der Deutschlandfunk live einen evangelischen Gottesdienst aus der Friedenskirche in Gräfelfing bei München. Pfarrerin Julia Rittner-Kopp predigt, Pfarrer Bernd Reichert gestaltet die Liturgie. Die Lesung aus der Bibel übernimmt Regina zu Ortenburg. Gudrun Kröniger spielt Fagott, Michael Leyk das Piano, der auch die musikalische Leitung hat.
Nicht untergehen! Das nimmt man sich oft vor im ganz normalen Chaos des Alltags. Im größeren Zusammenhang gilt es natürlich erst recht. Ein Paradebeispiel dafür ist in der Bibel die Geschichte von der Sintflut. Die Arche wird für Menschen und Tiere zu einem Schutzraum auf Zeit. In einer Krise braucht man eine Zuflucht, um stürmische Zeiten zu überstehen. Aber irgendwann muss man die Arche verlassen und neu aufbrechen. Dazu gehört Mut – vor allem, wenn noch kein Regenbogen in Sicht ist.
Mit diesem digitalen Liedblatt können Sie den Gottesdienst zu Hause mitfeiern. Laden Sie diese Seite am besten auf ein Tablet oder Handy und feiern und singen Sie mit.
Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Gottesdienst!
Einstieg
Marcello Sonate 1: Largo
Liturgische Begrüßung
Im Namen Gottes – des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen
Der Herr sei mit euch.
Gemeinde: Und mit deinem Geist.
Morgenlicht leuchtet EG 455
1. Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang.
Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt.
Dank für die Lieder, Dank für den Morgen,
Dank für das Wort, dem beides entspringt.
2. Sanft fallen Tropfen, sonnendurchleuchtet.
So lag auf erstem Gras erster Tau.
Dank für die Spuren Gottes im Garten,
grünende Frische, vollkommnes Blau.
3. Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen,
Glanz, der zu mir aus Edena aufbricht!
Dank überschwänglich, Dank Gott am Morgen!
Wiedererschaffen grüßt uns sein Licht.
Mensch vor Gott
Psalm 13 mit gesungenem Kehrvers (2. Mose 15,1)
Kehrvers: Dem Herrn will ich singen, denn er ist hoch erhaben
Herr, wie lange willst du mich so ganz vergessen?
Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?
Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele /
und mich ängsten in meinem Herzen täglich?
Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?
Kehrvers: Dem Herrn will ich singen, denn er ist hoch erhaben
Schaue doch und erhöre mich, Herr, mein Gott!
Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe,
dass nicht mein Feind sich rühme, er sei meiner mächtig geworden,
und meine Widersacher sich freuen, dass ich wanke.
Kehrvers: Dem Herrn will ich singen, denn er ist hoch erhaben
Ich traue aber darauf, dass du so gnädig bist; /mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst.
Ich will dem Herrn singen, dass er so wohl an mir tut.
Kehrvers: Dem Herrn will ich singen, denn er ist hoch erhaben
Kyrie 178.2 + Gloria
Kyrie, Kyrie eleison.
Kyrie, Kyrie eleison.
Großer Gott, wir loben dich EG 331,1-3
1. Großer Gott, wir loben dich,
Herr, wir preisen deine Stärke.
Vor dir neigt die Erde sich
und bewundert deine Werke.
Wie du warst vor aller Zeit,
so bleibst du in Ewigkeit.
2. Alles, was dich preisen kann,
Cherubim und Seraphinen,
stimmen dir ein Loblied an,
alle Engel, die dir dienen,
rufen dir stets ohne Ruh
»Heilig, heilig, heilig!« zu.
3. Heilig, Herr Gott Zebaoth!
Heilig, Herr der Himmelsheere!
Starker Helfer in der Not!
Himmel, Erde, Luft und Meere
sind erfüllt von deinem Ruhm;
alles ist dein Eigentum.
Tagesgebet
Lesung I (1.Mose 6,13-22)
Da sprach Gott zu Noah: (…) Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech innen und außen. Und mache ihn so: Dreihundert Ellen sei die Länge, fünfzig Ellen die Breite und dreißig Ellen die Höhe. Ein Fenster sollst du für den Kasten machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Stockwerke haben, eines unten, das zweite in der Mitte, das dritte oben.
Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen. Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen mit deinen Söhnen, mit deiner Frau und mit den Frauen deiner Söhne. Und du sollst in die Arche bringen von allen Tieren, von allem Fleisch, je ein Paar, Männchen und Weibchen, dass sie leben bleiben mit dir. Von den Vögeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allem Gewürm auf Erden nach seiner Art: Von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, dass sie leben bleiben. Und du sollst dir von jeder Speise nehmen, die gegessen wird, und sollst sie bei dir sammeln, dass sie dir und ihnen zur Nahrung diene. Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.
Musik Martin Peter Aus Knocking on Wood! 1. The nut Tree (gekürzt)
Besinnung I
Lesung II (1.Mose 7,11b-24 i.A.)
Und dann brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf, und ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte. An ebendiesem Tage ging Noah in die Arche mit Sem, Ham und Jafet, seinen Söhnen, und mit seiner Frau und den drei Frauen seiner Söhne; dazu alles wilde Getier nach seiner Art, alles Vieh nach seiner Art, alles Gewürm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und alle Vögel nach ihrer Art, alles, was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte; das ging alles zu Noah in die Arche paarweise, von allem Fleisch, darin Odem des Lebens war. (…)
Und der Herr schloss hinter ihm zu.
Und die Sintflut war vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben die Arche auf (…) und die Arche fuhr auf den Wassern. Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden.
Musik Charles Köchlin: Trois Pieces Op. 34, 2. Andante moderato
Besinnung II
Lesung III (1.Mose 8, 4-5)
Am siebzehnten Tag des siebenten Monats setzte die Arche auf dem Gebirge Ararat auf. Es nahmen aber die Wasser immer mehr ab bis auf den zehnten Monat. Am ersten Tage des zehnten Monats sahen die Spitzen der Berge hervor.
Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.
Lied Befiehl du deine Wege EG 361,1.2.6
1. Befiehl du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.
2. Dem Herren musst du trauen,
wenn dir’s soll wohlergehn;
auf sein Werk musst du schauen,
wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen
und mit selbsteigner Pein
lässt Gott sich gar nichts nehmen,
es muss erbeten sein.
6. Hoff, o du arme Seele,
hoff und sei unverzagt!
Gott wird dich aus der Höhle,
da dich der Kummer plagt,
mit großen Gnaden rücken;
erwarte nur die Zeit,
so wirst du schon erblicken
die Sonn der schönsten Freud.
Predigt I
Lesung (1. Mose 8, 11b-19.22)
…und siehe, sie hatte ein frisches Ölblatt in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, dass die Wasser sich verlaufen hatten auf Erden. Aber er harrte noch weitere sieben Tage und ließ die Taube ausfliegen; sie kam nicht wieder zu ihm. (…) Da tat Noah das Dach von der Arche und sah, dass der Erdboden trocken war. (…)Da redete Gott mit Noah und sprach: Geh aus der Arche, du und deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir. Alles Getier, das bei dir ist (…), dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden. So ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne, dazu alles wilde Getier, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen.
Und Gott sprach: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Musik Allessandro Longo: Aus Suite für Fagott, 2. Romanza (Ausschnitt)
Predigt II
Improvisation
Predigt III
Lied Die güldne Sonne EG 449,1.4.12
1. Die güldne Sonne
voll Freud und Wonne
bringt unsern Grenzen
mit ihrem Glänzen
ein herzerquickendes, liebliches Licht.
Mein Haupt und Glieder,
die lagen darnieder;
aber nun steh ich,
bin munter und fröhlich,
schaue den Himmel mit meinem Gesicht.
4. Abend und Morgen
sind seine Sorgen;
segnen und mehren,
Unglück verwehren
sind seine Werke und Taten allein.
Wenn wir uns legen,
so ist er zugegen;
wenn wir aufstehen,
so lässt er aufgehen
über uns seiner Barmherzigkeit Schein.
12. Kreuz und Elende,
das nimmt ein Ende;
nach Meeresbrausen
und Windessausen
leuchtet der Sonnen gewünschtes Gesicht.
Freude die Fülle
und selige Stille
wird mich erwarten
im himmlischen Garten;
dahin sind meine Gedanken gericht’.
Fürbitten – mit gesprochenem Gebetsruf
„Bleib mit deiner Gnade bei ihnen und uns allen!“
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.
Lied Ach bleib mit deiner Gnade EG 347, 1.3.4
1. Ach bleib mit deiner Gnade
bei uns, Herr Jesu Christ,
dass uns hinfort nicht schade
des bösen Feindes List.
3. Ach bleib mit deinem Glanze
bei uns, du wertes Licht;
dein Wahrheit uns umschanze,
damit wir irren nicht.
4. Ach bleib mit deinem Segen
bei uns, du reicher Herr;
dein Gnad und alls Vermögen
in uns reichlich vermehr.
Verabschiedung der Radiogemeinde und Sendungswort
Segen
Der Herr/Gott segne dich und behüte dich;
der Herr/Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der Herr/Gott erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.
Musik
Mitwirkende:
Liturgie: Pfarrer Bernd Reichert
Lektorin: Regina zu Ortenburg
Predigt: Pfarrerin Julia Rittner-Kopp
Orgel und musikalische Leitung: Michael Ley
Fagott: Gudrun Kröniger
Liturgische Beratung: Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen, Pfarrerin Julia Rittner-Kopp
Redaktionelle Verantwortung: Pfarrer Martin Vorländer (DLF)
Alle Texte verfügbar nach dem Gottesdienst auf unserer Homepage http://www.evangelisch-im-br.de
Digitales Liedblatt: ELKB (ktb)