Digitales Liedblatt zum Gottesdienst zum Volkstrauertag

16. November 2025, 10.00-11.00 Uhr
Fernsehgottesdienst BR Fernsehen
aus der Petruskirche in Neu-Ulm

Petruskirche in Neu-Ulm, Bild von Hans-Peter Thomas

Was ist der Mensch? Diese existentielle Frage aus Psalm 8 steht im Mittelpunkt des Gottesdienstes zum Volkstrauertag. Der Mensch ist vergänglich, verletzlich, er stiftet Unfrieden. Wenn an diesem Tag Kränze an Kriegsdenkmälern niedergelegt werden, betrauern wir genau das. „Wie eine Blume blüht der Mensch auf und wird abgeschnitten. Wie ein Schatten flieht er und bleibt nicht hier“, heißt es in der Bibel. Und doch kann vom Menschen auch Segen ausgehen, er kann Licht sein für die Welt, ein Friedenstifter.

In der Petruskirche hängt etwas, das an einen ausrangierten Blaumann erinnert, daneben stehen vier verschiedene Farbtafeln. Das Kunstwerk des Niederländers Klaas Kloosterboer ist der Versuch einer Antwort auf die Frage: Was ist der Mensch? Es geht um die Vergänglichkeit und das Hoffnungsvolle, das von Menschen ausgehen kann. Diakonin Theresa Kosog feiert mit der Gemeinde die Liturgie, Pfarrer Jean-Pierre Barraud hält die Predigt, Christl Mayr spricht die biblischen Texte. Klage und Aufbruch kommt in der Musik von Salvatore La Ferrera zum Ausdruck. Anna M. Stephany ist als Mezzosopran zu hören. Tanja Schmid spielt die Orgel.

Der Kunstgottesdienst wurde ermöglicht durch die Förderung des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst e.V. und des Landeskirchlichen Kunstreferats der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. 

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Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Gottesdienst!

Glocken

Begrüßung

Lied: KAA 0166, 1-7 Du Licht des Morgens

1.Du Licht des Morgens, Halleluja.
Du Anfang und Ende, Halleluja.
Du Anfang und Ende der Zeit, Halleluja.

2.Du Glanz des Tages, Halleluja.
Du Licht unsrer Wege, Halleluja.
Du Anfang und Ende der Zeit, Halleluja.

3.Du Stern des Abends, Halleluja.
Du Trost in der Dunkelheit, Halleluja.
Du Anfang und Ende der Zeit, Halleluja.

4.Du Schöpfer des Lebens, Halleluja.
Du Quelle der Freude, Halleluja.
Du unvergängliches Licht, Halleluja.

5.Du Schöpfer der Erde, Halleluja.
Erhalter des Lebens, Halleluja.
Du naher, barmherziger Gott, Halleluja.

Psalm 8

HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, der du zeigst deine Hoheit am Himmel!
Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dass die Feinde verstummen und die Rachgierigen.

Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:
was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.
Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan:
Schafe und Rinder allzumal, dazu auch die wilden Tiere,
die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer und alles, was die Meere durchzieht.

HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!

Kyrie KAA 084

Kyrie, Kyrie eleison.
Kyrie, Kyrie eleison.
Kyrie, Kyrie eleison.

Gebet

Lobe den Herrn, meine Seele KAA 010, Verse 1+2

Kehrvers: Lobe den Herrn, meine Seele,
und seinen heiligen Namen.
Was er dir Gutes getan hat,
Seele, vergiss es nicht, Amen.
Lobe, lobe den Herrn,
lobe den Herrn, meine Seele.
Lobe, lobe den Herrn,
lobe den Herrn, meine Seele.

1.Der meine Sünden vergeben hat,
Der mich von Krankheit gesund gemacht,
den will ich preisen mit Psalmen und Weisen,
von Herzen ihm ewiglich singen.

Kehrvers Lobe den Herrn, meine Seele,
und seinen heiligen Namen.
Was er dir Gutes getan hat,
Seele, vergiss es nicht, Amen.
Lobe, lobe den Herrn,
lobe den Herrn, meine Seele.
Lobe, lobe den Herrn,
lobe den Herrn, meine Seele.

2.Der mich im Leiden getröstet hat,
der meinen Mund wieder fröhlich macht,
den will ich preisen mit Psalmen und Weisen,
von Herzen ihm ewiglich singen.

Kehrvers Lobe den Herrn, meine Seele,
und seinen heiligen Namen.
Was er dir Gutes getan hat,
Seele, vergiss es nicht, Amen.
Lobe, lobe den Herrn,
lobe den Herrn, meine Seele.
Lobe, lobe den Herrn,
lobe den Herrn, meine Seele.

Was ist der Mensch?

Musik

Lesung Buch Hiob Kapitel 14

Predigt I

Gedicht von Mascha Kaleko

Musik

Predigt II

EG 398 In dir ist Freude

1. In dir ist Freude in allem Leide,
o du süßer Jesu Christ!
Durch dich wir haben himmlische Gaben,
du der wahre Heiland bist;
hilfest von Schanden, rettest von Banden.
Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet,
wird ewig bleiben. Halleluja.
Zu deiner Güte steht unser G’müte,
an dir wir kleben im Tod und Leben;
nichts kann uns scheiden. Halleluja.

Predigt III 

Halleluja – Suchet zuerst Gottes Reich in dieser Welt EG 182, 1-4

1. Halleluja, Hallelu-, Halleluja,
Halleluja, Halleluja.
Halleluja, Hallelu-, Halleluja,
Halleluja, Halleluja.

2. Suchet zuerst Gottes Reich in dieser Welt,
seine Gerechtigkeit, Amen.
So wird euch alles von ihm hinzugefügt.
Halleluja, Halleluja.

3. Betet, und ihr sollt es nicht vergeblich tun.
Suchet, und ihr werdet finden.
Klopft an, und euch wird die Türe aufgetan.
Halleluja, Halleluja.

4. Lasst Gottes Licht durch euch scheinen in der Welt,
dass sie den Weg zu ihm findet
und sie mit euch jeden Tag Gott lobt und preist.
Halleluja, Halleluja.

Fürbitten mit Liedruf EG 702

Bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ.
Ach, bleib mit deiner Gnade bei uns,
du treuer Gott.

Vater unser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.

Sei stille dem Herrn, Felix Mendelssohn-Bartholdy

Sei stille dem Herrn und warte auf ihn!
Er wird dir geben, was dein Herz wünscht;
sei stille dem Herrn und warte auf ihn!
Er wird dir geben, was dein Herz wünscht;
er wird dir geben, was dein Herz wünscht.
Befiehl ihm deine Wege und hoffe auf ihn,
befiehl ihm deine Wege und hoffe auf ihn
(und) warte auf ihn!
Sei stille dem Herrn und warte auf ihn!

Sendung und Segen

Der Herr segne dich und behüte dich;
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Toccata d-Moll von Gordon Balch Nevin (1892-1943)

Mitwirkende

Liturgie und Predigt: Diakonin Theresa Kosog, Pfarrer Jean-Pierre Barraud
Musik: Tanja Schmid, Orgel; Salvatore La Ferrera, Akkordeon; Anna M. Stephany, Mezzosopran
Lektorin: Christl Mayr
Spiel mit dem Kunstwerk: Thorsten Freudenberger, Reiner Schlecker, Stefanie Dathe, Hidde van Seggelen

Die kirchliche Leitung lag bei Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen.

Digitales Liedblatt: ELKB Campus Kommunikation (ktb)

Alle weiteren Texte im Anschluss abrufbar auf unserer Homepage: www.evangelisch-im-br.de

Digitales Liedblatt zum Gottesdienst am Reformationstag

Reformationstag, 31. Oktober 2025, 19.00-20.00 Uhr 
Hörfunkgottesdienst BR1 
aus der Neustädter Kirche Erlangen 

Neustädter Kirche Außenansicht

In Christus befreit 

„Ein Christenmensch ist freier Herr über alle Dinge und niemand untertan.“ Dieser Satz von Martin Luther bleibt aktuell. Das feiern evangelische Christinnen und Christen am Reformationstag. Wie zeigt sich diese Freiheit heute im Leben und im Glauben und was bewirkt sie? Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen, die predigen wird, und Dekan Dr. Bernhard Petry gehen auf vielfältige Weise dem reformatorischen Freiheitsgedanken nach. Julia Haack liest die biblischen Texte. Musikalisch gestalten den Gottesdienst ein Bläserensemble unter der Leitung von Michael Rausch und das Vokalensemble des Erlanger Bachchors unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Wieland Hofmann, der auch die Orgel spielen wird.  

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Glockengeläut

Con spirito, Georg Philipp Telemann

Begrüßung

Vorspiel

Lied Sollt ich meinem Gott nicht singen EG 325,1.2.4

1. Sollt ich meinem Gott nicht singen?
Sollt ich ihm nicht dankbar sein?
Denn ich seh in allen Dingen,
wie so gut er’s mit mir mein’.
Ist doch nichts als lauter Lieben,
das sein treues Herze regt,
das ohn Ende hebt und trägt,
die in seinem Dienst sich üben.
Alles Ding währt seine Zeit,
Gottes Lieb in Ewigkeit.

(Solo: 2. Wie ein Adler sein Gefieder
über seine Jungen streckt,
also hat auch hin und wieder
mich des Höchsten Arm bedeckt,
alsobald im Mutterleibe,
da er mir mein Wesen gab
und das Leben, das ich hab
und noch diese Stunde treibe.
Alles Ding währt seine Zeit,
Gottes Lieb in Ewigkeit.)

4. Seinen Geist, den edlen Führer,
gibt er mir in seinem Wort,
dass er werde mein Regierer
durch die Welt zur Himmelspfort;
dass er mir mein Herz erfülle
mit dem hellen Glaubenslicht,
das des Todes Macht zerbricht
und die Hölle selbst macht stille.
Alles Ding währt seine Zeit,
Gottes Lieb in Ewigkeit.

Psalm-Gebet (Psalm 126 – verschränkt mit Texten)

Introitus zum Ende des Kirchenjahres (Psalm 126)

(Orgel + Chor
„Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird,
so werden sie sein wie die Träumenden.
Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein.
Da wird man sagen unter den Heiden:
Der Herr hat Großes an ihnen getan!
Der Herr hat Großes an uns getan, des sind wir fröhlich:
Herr, bringe wieder unsre Gefangenen,
wie Du die Bäche wiederbringst im Mittagslande.
Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.
Sie gehen hin und weinen, und tragen edlen Samen,
und kommen mit Freuden, und bringen ihre Garben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar,
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.)

Kyrie

Kyrie eleison
Herr, erbarme dich

Christe eleison
Christe, erbarme dich

Kyrie eleison
Herr, erbarm dich über uns.

Gloria

Ehre sei Gott in der Höhe
und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen

Allein Gott in der Höh Glorialied 179.1

1. Allein Gott in der Höh sei Ehr
und Dank für seine Gnade,
darum dass nun und nimmermehr
uns rühren kann kein Schade.
Ein Wohlgefalln Gott an uns hat;
nun ist groß Fried ohn Unterlass,
all Fehd hat nun ein Ende.

Gebet

Lesung Mt 10, 26b-31

Da sagt Jesus zu den (Jüngerinnen und) Jüngern: Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet viel mehr den, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.
Verkauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid kostbarer als viele Sperlinge.

Benedetto Marcello (1686-1739): Largo aus der Sonate F-Dur für Posaune und Orgel

Gedanken zum Frei- und Geborgensein im Glauben

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

Vorspiel zu Ein feste Burg, Thomas Riegler

Lied Ein feste Burg EG 362, 1-3

1. Ein feste Burg ist unser Gott,
ein gute Wehr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not,
die uns jetzt hat betroffen.
Der alt böse Feind
mit Ernst er’s jetzt meint;
groß Macht und viel List
sein grausam Rüstung ist,
auf Erd ist nicht seinsgleichen.

2. Mit unsrer Macht ist nichts getan,
wir sind gar bald verloren;
es streit’ für uns der rechte Mann,
den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist?
Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth,
und ist kein andrer Gott,
das Feld muss er behalten.

3. Und wenn die Welt voll Teufel wär
und wollt uns gar verschlingen,
so fürchten wir uns nicht so sehr,
es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt,
wie sau’r er sich stellt,
tut er uns doch nicht;
das macht, er ist gericht’:
Ein Wörtlein kann ihn fällen.

Predigt I Muttersprache des Glaubens

„Alta trinita beata“ (Anonymus, Italien, 16. Jahrhundert)

Predigt II  Die Freiheit eines Christenmenschen

Improvisation über „Ein feste Burg“

Predigt III Alle sind freie Christenmenschen

Liedvers (2. Teil umgedichtet von Julia Rittner-Kopp)

4) Das Wort sie sollen lassen stahn
und kein Dank dazu haben;
er ist bei uns wohl auf dem Plan
mit seinem Geist und Gaben.
In Christus befreit
zur Ewigkeit
In Gottes Schalom
wandeln wir frisch und fromm
als freie Christenmenschen!

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) „Der 100. Psalm” für vier- bis achtstimmigen Chor

(Chor „Jauchzet dem Herrn alle Welt.
Dienet dem Herrn mit Freuden,
kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken.
Erkennet, dass der Herr Gott ist.
Er hat uns gemacht und nicht wir selbst
zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
Gehet zu seinen Toren ein mit Danken,
zu seinen Vorhöfen mit Loben,
danket ihm, lobet seinen Namen.
Denn der Herr ist freundlich und seine Gnade währet ewig,
und seine Wahrheit für und für.“)

Fürbittgebet mit Liedruf

Liedruf: Zur Freiheit hat uns Christus befreit, lebendige Gerechtigkeit!

Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen

Lied Bleib bei uns, Herr EG 488,1-5

(Chor 1. Bleib bei mir, Herr! Der Abend bricht herein.
Es kommt die Nacht, die Finsternis fällt ein.
Wo fänd ich Trost, wärst du mein Gott nicht hier?
Hilf dem, der hilflos ist: Herr, bleib bei mir!)

2. Wie bald verebbt der Tag, das Leben weicht,
die Lust verglimmt, der Erdenruhm verbleicht;
umringt von Fall und Wandel leben wir.
Unwandelbar bist du: Herr, bleib bei mir!

(Solo+Chor 3. Ich brauch zu jeder Stund dein Nahesein,
denn des Versuchers Macht brichst du allein.
Wer hilft mir sonst, wenn ich den Halt verlier?
In Licht und Dunkelheit, Herr, bleib bei mir!)

5. Halt mir dein Kreuz vor, wenn mein Auge bricht;
im Todesdunkel bleibe du mein Licht.
Es tagt, die Schatten fliehn, ich geh zu dir.
Im Leben und im Tod, Herr, bleib bei mir!

Sendung

Segen

Gott segne Dich und behüte Dich
Gott lasse leuchten sein Angesicht über Dir und sei Dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf Dich
✢ und gebe Dir Frieden.

Jan Zwart (1877-1937): Toccata über Psalm 146 „Preiset den Herrn mit frohem Schall“

Mitwirkende

Liturgie: Dekan Dr. Bernhard Petry + KRin Pfarrerin Melitta Müller-Hansen
Lesungen: Julia Haack
Predigt: KRin Pfarrerin Melitta Müller-Hansen
Musikalische Leitung: KMD Wieland Hofmann
Orgel: KMD Wieland Hofmann
Michael Fuchs – Posaune
Vokalensemble des Bachchors Erlangen
Bläserensemble: Leitung Michael Rausch

Die kirchliche Leitung lag bei Pfarrerin Julia Rittner-Kopp.

Digitales Liedblatt: ELKB Campus Kommunikation (ktb)

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Digitales Liedblatt zum Gottesdienst am 19. Oktober

Außenansicht Wenzeslauskirche in Hohenstadt

Neuanfang

Evangelischer Rundfunkgottesdienst am Sonntag, 19. Oktober 2025, aus der St. Wenzeslauskirche in Hohenstadt, live im Deutschlandfunk, 10.05 bis 11.00 Uhr

Um Neuanfänge geht es im evangelischen Gottesdienst am Sonntag, 19. Oktober 2025, von 10.05 bis 11.00 Uhr aus der St. Wenzeslauskirche in Hohenstadt bei Nürnberg. Der Deutschlandfunk überträgt live.
Viele sehnen sich nach einem Neuanfang im eigenen Leben, in Beziehungen und für die Welt. Wenn etwas gründlich schiefläuft, kann es doch nicht einfach so weitergehen. Oder auch, wenn das Leben dem immer gleichen Trott folgt.
Die Bibel erzählt viele Geschichten vom Neuanfang. Zum Beispiel, wie Jesus eine Handvoll Fischer anspricht und sie zu Menschenfischern macht. Darüber wird Pfarrerin Renate Schauer predigen. Die Musik im Gottesdienst greift das Thema Neuanfang auf mit dem Lied „Ermutigung“ von Wolf Biermann. Es spielt das MAJ-Jazz-Trio unter der Leitung von Markus Wollin. Martina Wollin spielt die Orgel. Es singen Lisa Albert und Birgit Rösch.

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Glocken

Musik Duke Ellington, Satin Doll

Begrüßung I

Lied Wach auf, mein Herz, und singe EG 446, 1-4

1. Wach auf, mein Herz, und singe
dem Schöpfer aller Dinge,
dem Geber aller Güter,
dem frommen Menschenhüter.

(Solo) 2. Heut, als die dunklen Schatten
mich ganz umgeben hatten,
hat Satan mein begehret;
Gott aber hat’s gewehret.

(Solo) 3. Du sprachst: »Mein Kind, nun liege,
trotz dem, der dich betrüge;
schlaf wohl, lass dir nicht grauen,
du sollst die Sonne schauen.«

4. Dein Wort, das ist geschehen:
Ich kann das Licht noch sehen,
von Not bin ich befreiet,
dein Schutz hat mich erneuet.

Begrüßung II

Lied EG 446, 8.9

(Solo) 8. Sprich Ja zu meinen Taten,
hilf selbst das Beste raten;
den Anfang, Mitt und Ende,
ach Herr, zum Besten wende.

9. Mich segne, mich behüte,
mein Herz sei deine Hütte,
dein Wort sei meine Speise,
bis ich gen Himmel reise.

Mensch vor Gott mit Musik-Improvisationen zu “Ermutigung”

Kyrie EG 178.2

Kyrie eleison
Herr, erbarme dich

Christe eleison
Christus, erbarme dich

Kyrie eleison
Herr, erbarme dich über uns.

Gnadenzusage

„Ermutigung“ instrumental

Psalm 27 mit gesprochenem Kehrvers

Wir beten mit Worten aus dem 27. Psalm. Gemeinsam sprechen wir: Der HERR ist meines Lebens Kraft.

Der HERR ist meines Lebens Kraft.
Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? 
Der HERR ist meines Lebens Kraft.
Wenn die Übeltäter an mich wollen, mich zu verschlingen, meine Widersacher und Feinde, müssen sie selber straucheln und fallen.
Der HERR ist meines Lebens Kraft.
Wenn sich auch ein Heer wider mich lagert, so fürchtet sich dennoch mein Herz nicht; wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn.
Der HERR ist meines Lebens Kraft.
HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir! Mein Herz hält dir vor dein Wort: / »Ihr sollt mein Antlitz suchen.« Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.
Der HERR ist meines Lebens Kraft.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, verstoße nicht im Zorn deinen Knecht! Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab, du Gott meines Heils!
Der HERR ist meines Lebens Kraft.
Amen

Lied Du meine Seele singe EG 302, 1-2

1. Du meine Seele, singe,
wohlauf und singe schön
dem, welchem alle Dinge
zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben
hier preisen auf der Erd;
ich will ihn herzlich loben,
solang ich leben werd.

(Solo) 2. Wohl dem, der einzig schauet
nach Jakobs Gott und Heil!
Wer dem sich anvertrauet,
der hat das beste Teil,
das höchste Gut erlesen,
den schönsten Schatz geliebt;
sein Herz und ganzes Wesen
bleibt ewig unbetrübt.

Tagesgebet

Lesung Markus 1, 16-20

Als Jesus aber am Galiläischen Meer entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, wie sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Kommt, folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen! Und sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.
Und als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, wie sie im Boot die Netze flickten. Und sogleich rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus im Boot mit den Tagelöhnern und gingen fort, ihm nach.

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.

Musik Frank Foster, Shiny stockings

Predigt I

Musik Ned Washington/Victor Young, My Foolish Heart

Predigt II

Lied Wolf Biermann, Ermutigung

Du, lass dich nicht verhärten
In dieser harten Zeit
Die allzu hart sind, brechen
Die allzu spitz sind, stechen
Und brechen ab sogleich
Und brechen ab sogleich.

Du, lass dich nicht verbittern
In dieser bitt’ren Zeit
Die Herrschenden erzittern
Sitzt du erst hinter Gittern
Doch nicht vor deinem Leid
Doch nicht vor deinem Leid.

Du, lass dich nicht erschrecken
In dieser Schreckenszeit
Das woll’n sie doch bezwecken
Dass wir die Waffen strecken
Schon vor dem großen Streit
Schon vor dem großen Streit.

Du, lass dich nicht verbrauchen
Gebrauche deine Zeit
Du kannst nicht untertauchen
Du brauchst uns und wir brauchen
Grad deine Heiterkeit
Grad deine Heiterkeit.

Wir woll’n es nicht verschweigen
In dieser Schweigezeit
Das Grün bricht aus den Zweigen
Wir woll’n das allen zeigen
Dann wissen sie Bescheid
Dann wissen sie Bescheid

Predigt III

Lied Wo Menschen sich vergessen (KAA 075)

1.Wo Menschen sich vergessen,
die Wege verlassen und neu beginnen, ganz neu.
Da berühren sich Himmel und Erde,
dass Friede werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Friede werde unter uns.

2.Wo Menschen sich verschenken,
die Liebe bedenken, und neu beginnen, ganz neu.
Da berühren sich Himmel und Erde,
dass Friede werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Friede werde unter uns.

3. Wo Menschen sich verbünden,
den Hass überwinden, und neu beginnen, ganz neu.
Da berühren sich Himmel und Erde,
dass Friede werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Friede werde unter uns.

Fürbitt-Gebet

Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.

Amen.

Lied Nehmt Abschied, Brüder KAA 0173, 1.3.4 

1. Nehmt Abschied, Brüder/ G’schwister…
ungewiss ist alle Wiederkehr,
die Zukunft liegt in Finsternis
und macht das Herz uns schwer.
Der Himmel wölbt sich übers Land.
Ade, auf Wiederseh’n!
Wir ruhen all in Gottes Hand.
Lebt wohl, auf Wiederseh’n!

(Solo) 3. So ist in jedem Anbeginn
das Ende nicht mehr weit,
wir kommen her und gehen hin,
und mit uns geht die Zeit.
Der Himmel wölbt sich übers Land.
Ade, auf Wiederseh’n!
Wir ruhen all in Gottes Hand.
Lebt wohl, auf Wiederseh’n!

4. Nehmt Abschied, Brüder/G’schwister…, schließt den Kreis!
Das Leben ist ein Spiel;
und wer es recht zu spielen weiß,
gelangt ans große Ziel.
Der Himmel wölbt sich übers Land.
Ade, auf Wiederseh’n!
Wir ruhen all in Gottes Hand.
Lebt wohl, auf Wiederseh’n!

Verabschiedung und Sendung

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich;
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Musik Frank Churchill, Some Day my Prince will come

Liturgie und Predigt: Pfarrerin Renate Schauer
Musikalische Leitung: Dr. Martina Wollin und Dr. Markus Wollin
Orgel: Dr. Martina Wollin
MAJ Jazz Trio: Dr. Arne Manzeschke, Dr. Markus Wollin, Jockel Streb
Gesang: Lisa Albert, Birgit Rösch

Die kirchliche Leitung hatte Pfarrerin Julia Rittner-Kopp, die redaktionelle Verantwortung Pfarrer Martin Vorländer, der evangelische Senderbeauftragte. Wer mit der Gemeinde sprechen möchte, kann das im Anschluss bis 13 Uhr tun unter der Rufnummer 0 91 54 -12 83.

Digitales Liedblatt: ELKB Campus Kommunikation (ktb)

Alle weiteren Texte nach dem Gottesdienst abrufbar auf unserer Homepage: www.evangelisch-im-br.de

Digitales Liedblatt zum Hörfunkgottesdienst am Pfingstmontag

Vielstimmigkeit aushalten, sich verbinden und einander verstehen lernen. Das tut allem Zusammenleben gut, ist unverzichtbar für eine Demokratie und hilft gegen manche Un-Geister. Vielleicht sollten wir viel mehr von der Heiligen Geistkraft reden und sie wirken lassen. Schon in der Bibel sorgt sie für Bewegung und bringt beim ersten Pfingstfest die Menschen in Jerusalem ganz schön durcheinander – und zusammen. Der Evangelische Gottesdienst am Pfingstmontag aus der Kirche St. Paul in Augsburg feiert den Heiligen Geist in Wort und Musik.

Sie können diesen Gottesdienst live von 10 bis 11 Uhr auf Bayern 1 hören. Mit diesem digitalen Liedblatt können Sie den Gottesdienst zu Hause mitfeiern. Laden Sie diese Seite am besten auf ein Tablet oder Handy und feiern und singen Sie mit.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Gottesdienst.

Musik Christoph Pampuch, Roter Himmel, blaue Wolken 

Begrüßung 

Lied O Heiliger Geist, o Heiliger Gott… EG 131, 1-4.6

1. O Heiliger Geist, o heiliger Gott, 
du Tröster wert in aller Not, 
du bist gesandt vons Himmels Thron 
von Gott dem Vater und dem Sohn. 
O Heiliger Geist, o heiliger Gott! 

2. O Heiliger Geist, o heiliger Gott, 
gib uns die Lieb zu deinem Wort; 
zünd an in uns der Liebe Flamm, 
danach zu lieben allesamt. 
O Heiliger Geist, o heiliger Gott! 

3. O Heiliger Geist, o heiliger Gott, 
mehr’ unsern Glauben immerfort; 
an Christus niemand glauben kann, 
es sei denn durch dein Hilf getan. 
O Heiliger Geist, o heiliger Gott! 

4. O Heiliger Geist, o heiliger Gott, 
erleucht uns durch dein göttlich Wort; lehr uns den Vater kennen schon, 
dazu auch seinen lieben Sohn. 
O Heiliger Geist, o heiliger Gott! 

6. O Heiliger Geist, o heiliger Gott, 
verlass uns nicht in Not und Tod. 
Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank 
allzeit und unser Leben lang. 
O Heiliger Geist, o heiliger Gott! 

Vom Heiligen Geist reden 

Psalm 118 i.A. – mit Gedanken verschränkt 

Dies ist der Tag, den Gott macht.  
Lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein 
Oh Herr hilf, O Herr lass wohlgelingen 
Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn; Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet 
Du bist mein Gott, und ich danke dir mein Gott , ich will dich preisen. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.  
Amen.  

Kyrie aus der Mass of Remembrance, Marty Haugen 

Tagesgebet  

Lied: EG 132 als Kanon 

Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes, 
des Heiligen Geistes empfangen 
Und werdet meine Zeugen sein. 
und werdet meine Zeugen sein. 
meine Zeugen, meine Zeugen sein. 

Lesung: Apg 12,1-12 

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.  

Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.  

Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache? Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen, Juden und Proselyten, Kreter und Araber 

Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden. 

Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?  

Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, 
den Allmächtigen, 
den Schöpfer des Himmels und der Erde. 

Und an Jesus Christus, 
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, 
empfangen durch den Heiligen Geist, 
geboren von der Jungfrau Maria, 
gelitten unter Pontius Pilatus, 
gekreuzigt, gestorben und begraben, 
hinabgestiegen in das Reich des Todes, 
am dritten Tage auferstanden von den Toten, 
aufgefahren in den Himmel; 
er sitzt zur Rechten Gottes, 
des allmächtigen Vaters; 
von dort wird er kommen, 
zu richten die Lebenden und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, 
die heilige christliche Kirche, 
Gemeinschaft der Heiligen, 
Vergebung der Sünden, 
Auferstehung der Toten und das ewige Leben. 

Amen. 

Wenn ich alle Sprachen… Text + Vertonung: Markus Pytlik  

1. Wenn ich alle Sprachen dieser Welt 
sprechen könnte, 
und ich könnt sie alle verstehen, 
wenn ich den Gesang des Paradieses verstünde, 
sänge wie die Engel so schön, 
dann wär meine Sprache nur Sprachlosigkeit, 
wie lärmende Pauken, wie Glockengeläut, 
wie berstende Felsen, wie Glas das zerbricht, 
hätte ich die Liebe nicht! 

Ref.: Die Liebe ist gütig, geduldig und freundlich, 
die Liebe verletzt nicht und redet nicht schlecht. 
Die Liebe sucht Frieden, freut sich an der Wahrheit, 
sie trägt Dir nichts nach, und sucht nicht ihr Recht. 
Die Liebe verändert der Welten verlauf, die 
Liebe hört niemals auf. 

2. Wenn ich auch Visionen hätte wie die Propheten, 
wär mir kein Geheimnis verhüllt, 
könnte ich mit meinem Glauben Berge versetzen, 
und wär ganz mit Weisheit erfüllt, 
dann wärn diese Gaben nur wertloser Tand, 
wie Steine im Wasser, wie rieselnder Sand, 
wie welkende Blätter im herbstlichen Licht, 
hätte ich die Liebe nicht! 

Ref.: Die Liebe ist gütig, geduldig und freundlich, 
die Liebe verletzt nicht und redet nicht schlecht. 
Die Liebe sucht Frieden, freut sich an der Wahrheit, 
sie trägt Dir nichts nach, und sucht nicht ihr Recht. 
Die Liebe verändert der Welten verlauf, die 
Liebe hört niemals auf.  

3. Wenn ich all mein Hab und Gut an Arme verschenkte 
und bekämpfte Hunger und Not; 
wenn ich auf Gerechtigkeit und Freiheit bestünde, 
stürbe gar den Märtyrertod, 
dann wäre mein Leben vergebene Zeit, 
ein sinnloses Streben nach Vollkommenheit, 
dann trüge ich Masken vor meinem Gesicht, 
hätte ich die Liebe nicht! 

Predigt I  

Lesung 1. Kor 12,4-11 

Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.  Durch einen jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller. Dem einen wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben; dem andern ein Wort der Erkenntnis durch denselben Geist; einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist, der einem jeden das Seine zuteilt, wie er will. 

Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. 

Predigt II 

Lied What a wonderful world Louis Armstrong 

I see trees of green, red roses too 
I see them bloom for me and for you 
And I think to myself 
What a wonderful world 
I see skies of blue and clouds of white 
The bright blessed days, dark sacred nights 
And I think to myself 
What a wonderful world 
The colors of the rainbow, so pretty in the sky 
Are also on the faces of people going by 
I see friends shaking hands, saying, „How do you do?“ 
They′re really sayin‘, „I love you“ 
I hear babies cry, I watch them grow 
They′ll learn much more than I’ll never know 
And I think to myself 
What a wonderful world 
Yes, I think to myself 
What a wonderful world 

Predigt III 

Musik Ubi Caritas Maurice Duruflé Op10, 1 aus Quatre Motets 

Ubi Caritas et amor, Deus ibi est. Congregavit 
nos in unum, christi amor. 
Exultemus et in ipso jucundemur, timeamus et 
amemus deum vivum. Et ex corde diligamus 
nos sincero. Amen 

Predigt IV 

Lied Komm, Heilger Geist EG 564

Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, 
die uns verbindet und Leben schafft. 

1. Wie das Feuer sich verbreitet 
und die Dunkelheit erhellt, 
so soll uns dein Geist ergreifen, 
umgestalten unsre Welt. 

Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, 
die uns verbindet und Leben schafft. 

2. Wie der Sturm so unaufhaltsam, 
dring in unser Leben ein. 
Nur wenn wir uns nicht verschließen, 
können wir deine Kirche sein. 

Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, 
die uns verbindet und Leben schafft. 

3. Schenke uns von deiner Liebe, 
die vertraut und die vergibt. 
Alle sprechen eine Sprache, 
wenn ein Mensch den andern liebt. 

Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, 
die uns verbindet und Leben schafft. 

Fürbittgebet mit Liedruf 131: O Heiliger Geist, o Heiliger Gott…  

O Heiliger Geist, O Heiliger Gott 

Vaterunser 

Vater unser im Himmel 
Geheiligt werde dein Name. 
Dein Reich komme. 
Dein Wille geschehe, 
wie im Himmel, so auf Erden. 

Unser tägliches Brot gib uns heute. 
Und vergib uns unsere Schuld, 
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. 
Und führe uns nicht in Versuchung, 
sondern erlöse uns von dem Bösen. 

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit 
in Ewigkeit.  

Amen. 

Verabschiedung  

Lied EG 132 als Kanon 

Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes, 
des Heiligen Geistes empfangen 
Und werdet meine Zeugen sein. 
und werdet meine Zeugen sein. 
meine Zeugen, meine Zeugen sein. 

Sendung + Segen 

Gott segne und behüte dich 
Gott lasse das Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig. 
Gott erhebe das Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden. 

Amen.  

Musik Johann Pachelbel, Kanon in D-Dur  

Mitwirkende 

Liturgie: Pfarrerin Sabine Dempewolf + Pfarrer Tobias Wittenberg 
Predigt: Pfarrer Tobias Wittenberg 
Lektorin: Anja Menge 
Musikalische Leitung, Chorleitung + Orgel: Clara Suckart
Kirchenchor St. Paul 
Harfe: Veronika Hein 

Teamleitung und liturgische Beratung:
Pfarrerin Julia Rittner-Kopp

Digitales Liedblatt: ELKB Campus Kommunikation (ktb)

Digitales Liedblatt zum Fernsehgottesdienst am Pfingstsonntag

Sie können diesen Gottesdienst live aus der Christi Himmelfahrtskirche in Freising von 10 bis 11 Uhr in der ARD ansehen. Mit diesem digitalen Liedblatt können Sie den Gottesdienst zu Hause mitfeiern. Laden Sie diese Seite am besten auf ein Tablet oder Handy und feiern und singen Sie mit.

Das tiefe Vertrauen, dass Gottes Geist wirkt, verbindet Menschen der drei abrahamitischen Religionen: Judentum, Christentum und Islam. Und die Christi Himmelfahrtskirche in Freising ist wie gemacht dafür, dieses verbindende Vertrauen zu feiern. Im Altarraum lädt das Kunstwerk von Werner Mally mit den ineinander verschlungenen Stuhlrahmen dazu ein, seinen Platz zu suchen und zu finden in der großen Menschengemeinschaft bei Gott.  Doch das Vertrauen bekommt immer wieder Risse. Vielen Menschen erscheint die Welt gottverlassen wie lange nicht.  

Die Erzählung vom murrenden Gottesvolk kennen alle drei Religionen. Auf dem Weg ins gelobte Sehnsuchtsland entzieht es dem Anführer Mose und Gott das Vertrauen. Die Hoffnung, ihre Geschichte könnte gut ausgehen, scheint dahin. Und Gott antwortet auf überraschende Weise, erzählen Bibel und Koran.  

Wie nehmen wir, wenn Hoffnung fern scheint, Gottes Geist in uns wahr? Wie entdecken wir wieder seine Kraft, seine Inspiration?

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Gottesdienst.

Sehnsucht nach Gottes Geist

Begrüßung  

Gemeindelied Komm, Heilger Geist EG 564, 1-3 

Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, 
die uns verbindet und Leben schafft. 

1. Wie das Feuer sich verbreitet 
und die Dunkelheit erhellt, 
so soll uns dein Geist ergreifen, 
umgestalten unsre Welt. 

Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, 
die uns verbindet und Leben schafft. 

2. Wie der Sturm so unaufhaltsam, 
dring in unser Leben ein. 
Nur wenn wir uns nicht verschließen, 
können wir deine Kirche sein. 

Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, 
die uns verbindet und Leben schafft. 

3. Schenke uns von deiner Liebe, 
die vertraut und die vergibt. 
Alle sprechen eine Sprache, 
wenn ein Mensch den andern liebt. 

Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, 
die uns verbindet und Leben schafft. 

Hinführung 

Ney-Musik  

Gedicht 

Gebet  

Musik Kurbanlar tiglandi Bektasi 

Gedanken zur Ney 

Psalm 63 in Tur-Sinai-Übersetzung 

Gemeindelied O Heil’ger Geist EG 130, 1+5solistisch+6 

1. O Heil’ger Geist, kehr bei uns ein 
und lass uns deine Wohnung sein, 
o komm du Herzens Sonne. 
Du Himmelslicht, lass deinen Schein 
bei uns und in uns kräftig sein 
zu steter Freud und Wonne. 
Sonne, Wonne, himmlisch Leben 
willst du geben, wenn wir beten 
zu dir kommen wir getreten. 

5. O starker Fels und Lebenshort, 
lass uns dein himmelsüßes Wort 
in unsern Herzen brennen, 
dass wir uns mögen nimmermehr 
von deiner weisheitsreichen Lehr 
und treuen Liebe trennen. 
Fließe, gieße deine Güte 
ins Gemüte, dass wir können 
Christum unsern Heiland nennen. 

6. Du süßer Himmelstau, lass dich 
in unsre Herzen kräftiglich 
und schenk uns deine Liebe, 
dass unser Sinn verbunden sei 
dem Nächsten stets mit Liebestreu 
und sich darinnen übe. 
Kein Neid, kein Streit dich betrübe,  
Fried und Liebe müssen schweben, 
Fried und Freude wirst du geben. 

Lesung Röm 8, 18-23 (Übersetzung Jörg Zink) 

Credo 

Ich glaube an Gott
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen

Musik Felix Mendelssohn-Bartholdy: Meine Seele dürstet nach Gott (Psalm 42 op.42) 

Meine Seele dürstet nach Gott, 
nach dem lebendigen Gotte! 
Wann werde ich dahin kommen, 
dass ich Gottes Angesicht schaue? 

Midrasch zu Bemidbar/Numeri 11,1-35 

Musik Ya quddssa rruhi I-llah

Dialogpredigt zu Numeri 11,1-35 

Gemeindelied Ya qudssa rruhi I-llah/ Erschein, du Heilger Geist  

1. Erschein, du Heilger Geist, die Liebe Gottes selbst, gibst Leben zum Geschenk, die große Gnade auch. 
Und wenn es dunkel wird, wend‘ ich zu dir mich hin, denn du wirst mich geleiten allezeit. 

2. Solo: Dir gebe ich zum Lob die schönsten Melodien. 
Du bist die Herrlichkeit, des Guten klarer Quell. 
Die Hoffnung schenke mir, die Liebe, Glauben auch, dass ich sie weitergebe allezeit. 

Fürbitten mit Liedruf 

Liedruf: Komm, heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel. 
Geheiligt werde dein Name. 
Dein Reich komme. 
Dein Wille geschehe, 
wie im Himmel, so auf Erden. 
Unser tägliches Brot gib uns heute. 
Und vergib uns unsere Schuld, 
wie auch wir vergeben 
unseren Schuldigern. 
Und führe uns nicht in Versuchung, 
sondern erlöse uns von dem Bösen. 
Denn dein ist das Reich 
und die Kraft 
und die Herrlichkeit 
in Ewigkeit. 
Amen. 

Gemeindelied Komm, Herr, segne uns EG 170, 1-3 

1. Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen, 
sondern überall uns zu dir bekennen. 
Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen. 
Lachen oder Weinen wird gesegnet sein. 

2. Keiner kann allein Segen sich bewahren. 
Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen. 
Segen kann gedeihn, wo wir alles teilen, 
schlimmen Schaden heilen, lieben und verzeihn. 

3. Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden, 
wie du ihn versprichst uns zum Wohl auf Erden. 
Hilf, dass wir ihn tun, wo wir ihn erspähen – 
die mit Tränen säen, werden in ihm ruhn. 

Verabschiedung 

Segen 

Gott segne und behüte dich 
Gott lasse sein Angesicht leuchten und sei dir gnädig 
Gott erhebe sein Angesicht auf dich  
Und gebe dir Frieden. Amen. 

Musik Üsküdara gideriken  

Mitwirkende 

Pfarrerin Melitta Müller-Hansen 
Dekan Christian Weigl 
Alexandra Morath
Prof. Dr. Susanne Talabardon 
Dr. Aysun Yaşar 
Lektor: Bernd Sutor 

Musikalische Gestaltung 

Musikalische Gesamtleitung: Michael Leyk 
Irina Firouzi, Sopran 
Volkan Türlü, Ney 
Marius Herb, Orgel 

Teamleitung und liturgische Beratung:
Pfarrer Alexander Brandl

Digitales Liedblatt: ELKB Campus Kommunikation (ktb)