Fernsehgottesdienst am 25. Oktober

BR Fernsehen
Sonntag, 25.10.2026, 10.00-11.00 Uhr

Evangelischer Gottesdienst aus St. Stephan Lindau

Hafen Lindau

Das Wort sie sollen lassen stahn

Worte öffnen Türen. Sie können ein ganzes Leben, sie können die ganze Welt verändern. Liebesworte. Kriegserklärungen. Menschenworte sind auch zum Fürchten. Der Mensch ist aber ein von Gott Angesprochener. Das hat Martin Luther neu entdeckt und das Gotteswort verständlich gemacht in seiner Bibelübersetzung. Gott wohnt im Wort, das tröstet, Orientierung gibt, infrage stellt, unmittelbar zum Menschen spricht. Das feiern die Lindauer evangelischen Gemeinden an diesem Sonntag: das Lindauer Reformationsfest. Dazu haben sie Landesbischof Christian Kopp als Prediger eingeladen. Liturgin ist Pfarrerin Margit Walterham und die biblischen Texte liest Sabine Kaiser.
Dass Jugendliche in dieser Zeit immer wieder vor einer schweren Gewissensentscheidung stehen und was ihnen dabei hilft, erzählen Schülerinnen und Schüler. Klimakrise, Wehrdienst ja oder nein. Musikalisch mit dabei sind Kinder und Jugendliche aus St Stephan im „Engelschor“ unter der Leitung von Christiane Sauter-Pflomm. Die Orgel spielt Bezirkskantor Burkhard Pflomm.

Mit diesem digitalen Liedblatt können Sie den Gottesdienst zu Hause mitfeiern. Laden Sie diese Seite am besten auf ein Tablet oder Handy und feiern und singen Sie mit.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Gottesdienst!

Begrüßung der Fernsehgemeinde

Gemeindelied EG 166, 1-3 Tut mir auf die schöne Pforte
1. Tut mir auf die schöne Pforte,
führt in Gottes Haus mich ein;
ach wie wird an diesem Orte
meine Seele fröhlich sein!
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.

(Jugendchor) 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen,
komme du nun auch zu mir.
Wo du Wohnung hast genommen,
da ist lauter Himmel hier.
Zieh in meinem Herzen ein,
lass es deinen Tempel sein.

Liturgische Begrüßung
Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.
Der Herr sei mit euch.
Und mit deinem Geist.

Lied EG 166, 4+6
4. Mache mich zum guten Lande,
wenn dein Samkorn auf mich fällt.
Gib mir Licht in dem Verstande
und was mir wird vorgestellt,
präge du im Herzen ein,
lass es mir zur Frucht gedeihn.

6. Rede, Herr, so will ich hören,
und dein Wille werd erfüllt;
nichts lass meine Andacht stören,
wenn der Brunn des Lebens quillt;
speise mich mit Himmelsbrot,
tröste mich in aller Not.

Kyrie EG 178.9
Kyrie eleison, Kyrie eleison, Kyrie eleison

Psalm 8 + EG 511, 1-3 Weißt du, wieviel Sternlein stehen
HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, der du zeigst deine Hoheit am Himmel!
Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dass die Feinde verstummen und die Rachgierigen.

(Jugendchor) 1. Weißt du, wieviel Sternlein stehen
an dem blauen Himmelszelt
Weißt du wieviel Wolken gehen
weithin über alle Welt
Gott der Herr hat sie gezählet
Dass ihm auch nicht eines fehelt
An der ganzen großen Schar,
an der ganzen großen Schar.

Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:
was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

(Jugendchor) 2.Weißt du, wieviel Mücklein spielen
In der heißen Sonnenglut
Wieviel Fischlein auch sich kühlen
In der hellen Wasserflut?
Gott, der Herr, rief sie mit Namen,
dass sie all ins Leben kamen,
dass sie nun so fröhlich sind,
dass sie nun so fröhlich sind

Kaum geringer als Gott –
so hast du den Menschen geschaffen.
Du schmückst ihn mit einer Krone –
so schenkst du ihm Herrlichkeit und Würde.
Die Werke deiner Hände hast du ihm anvertraut.
Alles hast du ihm zu Füßen gelegt:
Schafe, Ziegen und Rinder – alle zusammen,
und dazu die wilden Tiere auf dem Feld,
die Vögel am Himmel und die Fische im Wasser
und was sonst die Meere durchzieht.

(Jugendchor) 3.Weißt du, wieviel Kindlein frühe
Stehn aus ihrem Bettlein auf,
dass sie ohne Sorg und Mühe
fröhlich sind im Tageslauf.
Gott im Himmel hat an allen
Seine Lust, sein Wohlgefallen.
Kennt auch dich und hat dich lieb
Kennt auch dich und hat dich lieb!

HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!

Gemeindelied EG 197, 1-3 Herr, öffne mir des Herzens Tür
1. Herr, öffne mir die Herzenstür,
zieh mein Herz durch dein Wort zu dir,
lass mich dein Wort bewahren rein,
lass mich dein Kind und Erbe sein.

2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund,
dein Wort macht Leib und Seel gesund,
dein Wort ist’s, das mein Herz erfreut,
dein Wort gibt Trost und Seligkeit.

3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn,
dem Heilgen Geist in einem Thron;
der Heiligen Dreieinigkeit
sei Lob und Preis in Ewigkeit.
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte
Und ein Licht auf meinem Wege

Gebet

Lesung aus dem 5. Buch Mose 6, 4-9
Höre, Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einer. Und du sollst den Ewigen, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore.

Lied EG 360, 1+6 Die ganze Welt hast du uns überlassen
(Jugendchor) 1. Die ganze Welt hast du uns überlassen,
doch wir begreifen deine Großmut nicht.
Du gibst uns frei, wir laufen eigne Wege
in diesem unermesslich weiten Raum.
Kehrvers:
Gott schenkt Freiheit,
seine größte Gabe gibt er seinen Kindern.

(Jugendchor) 6. Gib uns die Wege frei, die zu dir führen,
denn uns verlangt nach deinem guten Wort.
Du machst uns frei, zu lieben und zu hoffen,
das gibt uns Zuversicht für jeden Tag.
Kehrvers:
Gott schenkt Freiheit,
seine größte Gabe gibt er seinen Kindern.

Lesung aus dem Evangelium nach Matthäus
Jesus sprach zu seinen Jüngern:
Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet viel mehr den, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.

Verkauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid kostbarer als viele Sperlinge. Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem Vater im Himmel.

Glaubensbekenntnis
Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat,
Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserm Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater (und dem Sohn) hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn
angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.

Lied EG 362, 1-3 Ein feste Burg
1. Ein feste Burg ist unser Gott,
ein gute Wehr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not,
die uns jetzt hat betroffen.
Der alt böse Feind
mit Ernst er’s jetzt meint;
groß Macht und viel List
sein grausam Rüstung ist,
auf Erd ist nicht seinsgleichen.

2. Mit unsrer Macht ist nichts getan,
wir sind gar bald verloren;
es streit’ für uns der rechte Mann,
den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist?
Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth,
und ist kein andrer Gott,
das Feld muss er behalten.

3. Und wenn die Welt voll Teufel wär
und wollt uns gar verschlingen,
so fürchten wir uns nicht so sehr,
es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt,
wie sau’r er sich stellt,
tut er uns doch nicht;
das macht, er ist gericht’:
Ein Wörtlein kann ihn fällen.

Predigt I
endet mit Das Wort geht nicht über deine Kraft und ist nicht fern von dir. So heißt es im 5. Buch Mose. Es ist nicht im Himmel, sodass du sagen müsstest: Wer steigt für uns in den Himmel hinauf, holt es herunter und verkündet es uns, damit wir es halten können? Es ist auch nicht jenseits des Meeres, sodass du sagen müsstest: Wer fährt für uns über das Meer, holt es herüber und verkündet es uns, damit wir es halten können? Nein, das Wort ist ganz nah bei dir, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen, du kannst es halten. (Dtn 30, 11-14)

Poetryslam DIE HYPNOSE DES WELTLICHEN GLÜCKS

Improvisation Ein feste Burg

Predigt II

Orgelmeditation

3 Statements

Predigt III

Gemeindelied EG 325, 1+2+4 Sollt ich meinem Gott nicht singen?
1. Sollt ich meinem Gott nicht singen?
Sollt ich ihm nicht dankbar sein?
Denn ich seh in allen Dingen,
wie so gut er’s mit mir mein’.
Ist doch nichts als lauter Lieben,
das sein treues Herze regt,
das ohn Ende hebt und trägt,
die in seinem Dienst sich üben.
Alles Ding währt seine Zeit,
Gottes Lieb in Ewigkeit.

2. Wie ein Adler sein Gefieder
über seine Jungen streckt,
also hat auch hin und wieder
mich des Höchsten Arm bedeckt,
alsobald im Mutterleibe,
da er mir mein Wesen gab
und das Leben, das ich hab
und noch diese Stunde treibe.
Alles Ding währt seine Zeit,
Gottes Lieb in Ewigkeit.

4. Seinen Geist, den edlen Führer,
gibt er mir in seinem Wort,
dass er werde mein Regierer
durch die Welt zur Himmelspfort;
dass er mir mein Herz erfülle
mit dem hellen Glaubenslicht,
das des Todes Macht zerbricht
und die Hölle selbst macht stille.
Alles Ding währt seine Zeit,
Gottes Lieb in Ewigkeit.

Fürbitten mit Liedruf
Liedruf Meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke, mein Licht!
Christus, meine Zuversicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,
auf dich vertraue ich und fürcht mich nicht.

Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.

Lied EG 571,1-4 Nun segne und behüte uns
1. Nun segne und behüte uns, zeig uns dein Angesicht.
Dein Friede leuchte überall,
Gott, komm! Verlass uns nicht, dein Friede leuchte überall.
Gott, komm! Verlass uns nicht!

2. Du segnest, dass wir als dein Volk der Zeit ein Segen sind.
Dein Geist erwirkt Gerechtigkeit,
hilf, dass sie bald beginnt, dein Geist erwirkt Gerechtigkeit,
hilf, dass sie bald beginnt.

(Jugendchor) 3. Dein Segen, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist.
Dass diese Welt bewohnbar bleibt,
das gib uns, Jesu Christ, dass diese Welt bewohnbar bleibt,
das gib uns, Jesu Christ.

4. Im Segen gehn, zusammen stehn für deine neue Welt.
Wir legen dafür Hand in Hand,
weil deine Hand uns hält. Wir legen dafür Hand in Hand,
weil deine Hand uns hält.

Sendung und Segen
Der Herr segne euch und behüte euch.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch + Frieden.

Orgelnachspiel

Mitwirkende

Liturgie: Landesbischof Christian Kopp; Pfarrerin Margit Walterham
Lektorin: Sabine Kaiser
Kinder- und Jugendchor St Stephan, Ltg. Christiane Sauter-Pflomm
Orgel: Burkhard Pflomm

Liturgische Beratung: Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen

Alle Texte verfügbar nach dem Gottesdienst auf unserer Homepage http://www.evangelisch-im-br.de

Digitales Liedblatt: ELKB (ktb)

Ein Gedanke zu „Fernsehgottesdienst am 25. Oktober“

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