Digitales Liedblatt zum Gottesdienst am Reformationstag

Reformationstag, 31. Oktober 2025, 19.00-20.00 Uhr 
Hörfunkgottesdienst BR1 
aus der Neustädter Kirche Erlangen 

Neustädter Kirche Außenansicht

In Christus befreit 

„Ein Christenmensch ist freier Herr über alle Dinge und niemand untertan.“ Dieser Satz von Martin Luther bleibt aktuell. Das feiern evangelische Christinnen und Christen am Reformationstag. Wie zeigt sich diese Freiheit heute im Leben und im Glauben und was bewirkt sie? Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen, die predigen wird, und Dekan Dr. Bernhard Petry gehen auf vielfältige Weise dem reformatorischen Freiheitsgedanken nach. Julia Haack liest die biblischen Texte. Musikalisch gestalten den Gottesdienst ein Bläserensemble unter der Leitung von Michael Rausch und das Vokalensemble des Erlanger Bachchors unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Wieland Hofmann, der auch die Orgel spielen wird.  

Mit diesem digitalen Liedblatt können Sie den Gottesdienst zu Hause mitfeiern. Laden Sie diese Seite am besten auf ein Tablet oder Handy und feiern und singen Sie mit.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Gottesdienst!

Glockengeläut

Con spirito, Georg Philipp Telemann

Begrüßung

Vorspiel

Lied Sollt ich meinem Gott nicht singen EG 325,1.2.4

1. Sollt ich meinem Gott nicht singen?
Sollt ich ihm nicht dankbar sein?
Denn ich seh in allen Dingen,
wie so gut er’s mit mir mein’.
Ist doch nichts als lauter Lieben,
das sein treues Herze regt,
das ohn Ende hebt und trägt,
die in seinem Dienst sich üben.
Alles Ding währt seine Zeit,
Gottes Lieb in Ewigkeit.

(Solo: 2. Wie ein Adler sein Gefieder
über seine Jungen streckt,
also hat auch hin und wieder
mich des Höchsten Arm bedeckt,
alsobald im Mutterleibe,
da er mir mein Wesen gab
und das Leben, das ich hab
und noch diese Stunde treibe.
Alles Ding währt seine Zeit,
Gottes Lieb in Ewigkeit.)

4. Seinen Geist, den edlen Führer,
gibt er mir in seinem Wort,
dass er werde mein Regierer
durch die Welt zur Himmelspfort;
dass er mir mein Herz erfülle
mit dem hellen Glaubenslicht,
das des Todes Macht zerbricht
und die Hölle selbst macht stille.
Alles Ding währt seine Zeit,
Gottes Lieb in Ewigkeit.

Psalm-Gebet (Psalm 126 – verschränkt mit Texten)

Introitus zum Ende des Kirchenjahres (Psalm 126)

(Orgel + Chor
„Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird,
so werden sie sein wie die Träumenden.
Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein.
Da wird man sagen unter den Heiden:
Der Herr hat Großes an ihnen getan!
Der Herr hat Großes an uns getan, des sind wir fröhlich:
Herr, bringe wieder unsre Gefangenen,
wie Du die Bäche wiederbringst im Mittagslande.
Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.
Sie gehen hin und weinen, und tragen edlen Samen,
und kommen mit Freuden, und bringen ihre Garben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar,
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.)

Kyrie

Kyrie eleison
Herr, erbarme dich

Christe eleison
Christe, erbarme dich

Kyrie eleison
Herr, erbarm dich über uns.

Gloria

Ehre sei Gott in der Höhe
und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen

Allein Gott in der Höh Glorialied 179.1

1. Allein Gott in der Höh sei Ehr
und Dank für seine Gnade,
darum dass nun und nimmermehr
uns rühren kann kein Schade.
Ein Wohlgefalln Gott an uns hat;
nun ist groß Fried ohn Unterlass,
all Fehd hat nun ein Ende.

Gebet

Lesung Mt 10, 26b-31

Da sagt Jesus zu den (Jüngerinnen und) Jüngern: Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet viel mehr den, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.
Verkauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid kostbarer als viele Sperlinge.

Benedetto Marcello (1686-1739): Largo aus der Sonate F-Dur für Posaune und Orgel

Gedanken zum Frei- und Geborgensein im Glauben

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

Vorspiel zu Ein feste Burg, Thomas Riegler

Lied Ein feste Burg EG 362, 1-3

1. Ein feste Burg ist unser Gott,
ein gute Wehr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not,
die uns jetzt hat betroffen.
Der alt böse Feind
mit Ernst er’s jetzt meint;
groß Macht und viel List
sein grausam Rüstung ist,
auf Erd ist nicht seinsgleichen.

2. Mit unsrer Macht ist nichts getan,
wir sind gar bald verloren;
es streit’ für uns der rechte Mann,
den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist?
Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth,
und ist kein andrer Gott,
das Feld muss er behalten.

3. Und wenn die Welt voll Teufel wär
und wollt uns gar verschlingen,
so fürchten wir uns nicht so sehr,
es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt,
wie sau’r er sich stellt,
tut er uns doch nicht;
das macht, er ist gericht’:
Ein Wörtlein kann ihn fällen.

Predigt I Muttersprache des Glaubens

„Alta trinita beata“ (Anonymus, Italien, 16. Jahrhundert)

Predigt II  Die Freiheit eines Christenmenschen

Improvisation über „Ein feste Burg“

Predigt III Alle sind freie Christenmenschen

Liedvers (2. Teil umgedichtet von Julia Rittner-Kopp)

4) Das Wort sie sollen lassen stahn
und kein Dank dazu haben;
er ist bei uns wohl auf dem Plan
mit seinem Geist und Gaben.
In Christus befreit
zur Ewigkeit
In Gottes Schalom
wandeln wir frisch und fromm
als freie Christenmenschen!

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) „Der 100. Psalm” für vier- bis achtstimmigen Chor

(Chor „Jauchzet dem Herrn alle Welt.
Dienet dem Herrn mit Freuden,
kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken.
Erkennet, dass der Herr Gott ist.
Er hat uns gemacht und nicht wir selbst
zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
Gehet zu seinen Toren ein mit Danken,
zu seinen Vorhöfen mit Loben,
danket ihm, lobet seinen Namen.
Denn der Herr ist freundlich und seine Gnade währet ewig,
und seine Wahrheit für und für.“)

Fürbittgebet mit Liedruf

Liedruf: Zur Freiheit hat uns Christus befreit, lebendige Gerechtigkeit!

Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen

Lied Bleib bei uns, Herr EG 488,1-5

(Chor 1. Bleib bei mir, Herr! Der Abend bricht herein.
Es kommt die Nacht, die Finsternis fällt ein.
Wo fänd ich Trost, wärst du mein Gott nicht hier?
Hilf dem, der hilflos ist: Herr, bleib bei mir!)

2. Wie bald verebbt der Tag, das Leben weicht,
die Lust verglimmt, der Erdenruhm verbleicht;
umringt von Fall und Wandel leben wir.
Unwandelbar bist du: Herr, bleib bei mir!

(Solo+Chor 3. Ich brauch zu jeder Stund dein Nahesein,
denn des Versuchers Macht brichst du allein.
Wer hilft mir sonst, wenn ich den Halt verlier?
In Licht und Dunkelheit, Herr, bleib bei mir!)

5. Halt mir dein Kreuz vor, wenn mein Auge bricht;
im Todesdunkel bleibe du mein Licht.
Es tagt, die Schatten fliehn, ich geh zu dir.
Im Leben und im Tod, Herr, bleib bei mir!

Sendung

Segen

Gott segne Dich und behüte Dich
Gott lasse leuchten sein Angesicht über Dir und sei Dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf Dich
✢ und gebe Dir Frieden.

Jan Zwart (1877-1937): Toccata über Psalm 146 „Preiset den Herrn mit frohem Schall“

Mitwirkende

Liturgie: Dekan Dr. Bernhard Petry + KRin Pfarrerin Melitta Müller-Hansen
Lesungen: Julia Haack
Predigt: KRin Pfarrerin Melitta Müller-Hansen
Musikalische Leitung: KMD Wieland Hofmann
Orgel: KMD Wieland Hofmann
Michael Fuchs – Posaune
Vokalensemble des Bachchors Erlangen
Bläserensemble: Leitung Michael Rausch

Die kirchliche Leitung lag bei Pfarrerin Julia Rittner-Kopp.

Digitales Liedblatt: ELKB Campus Kommunikation (ktb)

Alle weiteren Texte im Anschluss abrufbar auf unserer Homepage: www.evangelisch-im-br.de

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